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Grundsätzlich gelten die gleichen Voraussetzungen wie unter dem Punkt Entwöhnung geschildert (Kostenzusage, Klärung der Nebenkosten, Kontakt zur Beratungsstelle und zur Einrichtung).

Folgende Punkte sind aber zusätzlich zu beachten.

Es muss vor der Aufnahme in unser Haus eine Entgiftung hinsichtlich möglichen Beikonsums stattgefunden haben. Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens muss der Urin (außer dem Substitutionsmittel) drogenfrei sein.

Bei dieser Patientinnengruppe erwarten wir eine intensive Vorbereitung der substitutionsgestützten Rehabilitation durch die vermittelnde Stelle (PSSB, BKH oder Kompakttherapie) analog der „Vereinbarung Abhängigkeitserkrankungen vom 04.05.01 – Anlage 4“ um die Herstellung der Rehabilitationsfähigkeit gewährleistet zu sehen. Eine Vorbereitungszeit von 6 Monaten scheint uns angeraten.

Bezüglich des Substitutionsmittels ist die Dosierung den Anforderungen einer Entwöhnungsbehandlung anzupassen. Die Patientin muss kognitiv und hinsichtlich der Konzentrationsfähigkeit den Behandlungsangeboten folgen können.

Grundsätzlich werden Patientinnen, die auf die in Deutschland üblichen Substitutionsmittel (L-Polamidon, Methadon, Subutex, Suboxone etc.) eingestellt sind, aufgenommen. Hierbei ist als Orientierung eine Dosis von 30 mg L-Polamidon als Obergrenze zu denken. Andere Stoffe sind entsprechend umzurechnen. Die Beendigung der Substitution wird im Rahmen einer medizinisch schnellstmöglichen Reduktion durch den Substitutionsarzt erfolgen (max. 6 Wochen).

Es wird die Erklärung der Bereitschaft zur Beendigung der Substitution während der Entwöhnung schriftlich eingefordert.

Ein Verstoß gegen das Abstinenzgebot hinsichtlich des Beikonsums oder das Verhindern der Abdosierung des Substituts führt zur sofortigen Entlassung

 

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