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Die Adaptionsphase, als eine spezielle Form der Anpassung an die Realität, wird am ehesten durch eine verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Vorgehensweise mit soziomilieutherapeutischen Elementen umgesetzt. Im Hinblick auf die Alltagsbewältigung steht hierbei, gegenüber der Entwöhnung, die Belastung anstelle einer Entlastung im Vordergrund.

Der soziotherapeutische Aspekt betont im Wesentlichen die Auseinandersetzung mit der Realität des Alltags, in seiner Methodik fokussierend auf die gezielte Wahrnehmung, Hervorhebung und Unterstützung der gesunden, regelhaften und stabilen Anteile der Patientin, mit dem Ziel der Integration und Nutzung dieser Ressourcen.

Steht in der Selbsterfahrungsphase der Entwöhnungstherapie die persönliche Suchtproblematik der Patientin im Vordergrund, so wird hier die Dimension der Umwelt verstärkt mit einbezogen. Die Auseinandersetzung mit dem Arbeitsleben, dem Freizeitverhalten und den menschlichen Beziehungen treten in den Vordergrund. Im konkreten und möglichst alltagsnahen Kontext zu ihrer Umwelt erfährt sie sich in ihren Möglichkeiten und Grenzen.

Das Ziel unseres interdisziplinär ausgebildeten Mitarbeiterteams besteht darin, der Patientin die Möglichkeit zu geben, Erkenntnisse und Erfahrungen aus der vorausgegangenen Entwöhnungsphase in konkretes Handeln umzusetzen. Dabei wird ihre Belastungsfähigkeit im beruflichen und psychosozialen Bereich überprüft und trainiert.

Die Patientin soll ohne Überforderung in ihren gesunden, aktiven, eigenverantwortlichen und selbständigen Fähigkeiten gefordert werden und sich für das Erwerbsleben grundlegende Kernkompetenzen (wieder) aneignen. Diese Interventionen sollten sachbezogen, handlungsorientiert und so konkret wie möglich sein.

 

© Fachklinik Schlehreut